Gedanken

Kinderfänger & das Spiel mit dem Selbstvertrauen

Ein trauriges Thema, das derzeit an Hamburgs Grundschulen kursiert. Fast jede Woche werden wir aus naheliegenden Schulen darüber informiert, dass Männer mit kleinen, dunklen Transportwagen umherfahren und Kinder gezielt ansprechen.

Teilweise sind sie auch zu Fuß unterwegs und schleichen um die Häuser. Perfide versuchen sie die Kinder mit Schokolade und/oder mit Angst um die Eltern der Kinder zu sich zu locken.

Bisher haben die Kinder immer richtig reagiert und sind schnell weggelaufen. Dennoch, die Sorge ist groß und wie sollen wir Eltern damit umgehen? Die Kinder mit Selbstvertrauen & Selbstbewusstsein entsprechend auszustatten, ist das eine.
Die tägliche Angst, dass Kind zu verlieren, das andere. Also werden wir erneut zu Helikopter-Eltern, indem wir die Kinder wieder ins Auto setzen, um sie fürsorglich zu kutschieren. Gerade waren sie stolz dabei selbständig zu werden, indem sie vor allem alleine  zur Schule oder zum Freund gegangen sind.

Derzeit wird ihnen die erst erworbene Selbständigkeit wieder durch uns genommen, wohl bewusst, dass es natürlich nicht der richtige, pädagogische Weg ist.

Aber seien wir doch ehrlich: Die gut gemeinten Ratschläge, die selbstsicheren Worte sind nur so lange von Bedeutung, sofern sie einen nicht unmittelbar selbst betreffen.

Ich traue meinem Kind seine Selbständigkeit zu, aber die Hinterhältigkeit, mit denen diese Bestien ihr Unwesen treiben, zwingt uns regelrecht dazu in die Helikopterpostion wieder zu wechseln und das Leben der schon groß gewordenen Kinder wieder erneut zu steuern. Wohlwissend, dass wir sie nicht ein Lebenlang beschützen können.

Aber so lange es in unserer Macht ist, sollten wir es tun und dabei ihren Rücken verbal stärken, damit sie selbstsicher durch das Leben gehen.

Und daher, schon alleine aus diesem Grund – haben Kinder, die gut sichtbar fotografiert sind, im Internet nichts zu suchen – insbesondere, wenn der Wohnort publiziert wird – meine Meinung. Leben und leben lassen? Halte ich für fraglich, wenn ich mein Leben und das meiner Kinder öffentlich mache.

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