Gedanken

Eine lustige Community – die Instas

Seitdem es die App gibt, bin ich auf Instagram unterwegs. Anfangs mit einem Hamburg-Account, auf dem ich nur Hamburg-Bilder postete. Dies wurde mir aber zu langweilig und ich wechselte langsam von den Hamburg-Bildern auf das Familienleben, da es hier mehr zu erzählen gab. Das Interesse meiner Abonnenten nahm schnell ab. Neue Abonnenten zu gewinnen, war aufgrund der Heterogenität schwer möglich. Somit löschte ich den Account. Dennoch war die Faszination zu der App, die seit 2010 auf dem Markt ist, groß.

Ich entschied mich erneut mit einem neuen Account über das Familienleben zu berichten. Dabei geht es doch um schöne Fotos… Und genau darin liegt mein Problem. Meine Fotos sind qualitativ nicht gut, mir geht es mehr um das Erlebte auf den Fotos. Ästhetik ja, aber bitte keine Hochglanzfotos für eine Hochglanzbroschüre. Ein weiteres Problem, das sich auftat: Meine Faulheit in der Community Konversation zu betreiben. Mir fällt es ja schon schwer im realen Leben die Freundschaften  & Bekanntschaften eigeninitiativ am Leben zu halten. (Ein anderes Thema)

Somit beschloss ich noch einmal „durchzustarten“ –  nach meinem Fernstudium, in meiner Elternzeit – da habe ich ja auch Zeit, mich der Insta-Community zu widmen.

Halbherzig war ich dabei, eine Abonnentin ist mir aber doch in der  Zeit sehr ans Herz gewachsen. Und sie ist auch immer noch dabei. Von fast Anfang an! (Wenn du es liest meine liebe F. aus E. ist das eine kleine digitale Liebeserklärung ;-))

Ich schloss den Account aus der Öffentlichkeit und nutze ihn seither als extrem Privaten – rein beruflicher und freundschaftlicher Facebook-/Neugier. Die Bilder, die der Account enthält, sind noch aus der alten Zeit. Einen weiteren Account, den ich begleite, ist der berufliche. Ja, da geht es um Ästhetik und um Lifestyle. Hier verhält sich die Community wiederum ganz anders. Aber auch, das ist ein anderes Thema.

Die Faszination Instagram blieb und das Interesse, eine kleine Community aufzubauen, ebenfalls. Nach einigen Monaten Abstinenz war ich wieder dabei… Die gleiche Idee, aus meinem Familienleben zu berichten, ohne qualitativ hochwertige Fotos zu veröffentlichen. Die Abonnentenzahl wuchs nur mäßig. Dafür aber zogen auf einmal Menschen aus dem beruflichen Umfeld ein… Welche gruselige Vorstellung über mein Privatleben zu berichten und am nächsten Tag im Meeting mit ihnen zusammenzusitzen. (Nichts gegen meine engen Kollegen! Die sind hier nicht gemeint!) Zudem war ich pikiert über die Menschen, die einem folgen, um dann wieder zu entflogen. Was ist denn das bitte für ein Benehmen? Also löschte ich den Account wieder einmal.

Lange blieb es nicht dabei. Vielleicht weitere 3 Monate bis ich wieder anfing und zwar mit dem Bewusstsein: Ich bin faul und tue nichts. Ich kann nicht fotografieren, das macht auch nichts. Und Benehmen ist nicht wichtig, denn wichtig kommt von Wicht (eine alte Weisheit meines Chefs). Ja, mit dieser Einsicht und ein wenig mehr Sarkasmus zum Social Media kann man die App ertragen. Wer mir entflogt, dem entflogen ich auch. Auch dafür gibt es ja eine App 🙂 Denn Benehmen ist ja nicht wichtig…Instagress habe ich aus beruflicher Neugier ausprobiert – um Gottes Willen – wer das mit akribischer Absicht wirklich nutzt, der hat ein ganz großes Selbstwertproblem!

Apropos Selbstwertgefühl – vielleicht brauchen wir alle Streicheleinheiten, weil man sie sich im realen Leben so selten noch gibt. Da ist es doch viel leichter, einmal über die Tastatur zu streichen, um ein Herz zu vergeben. Ob es ehrlich gemeint ist? Nun, was ist schon ehrlich im Internet, insbesondere auf Instagram? Ist es nicht der schöne Schein vom eigentlichen Sein?

Wie dem auch sei, es gibt dort ganz besondere Menschen, vor ihren digitalen Geräten, und daher ist es einfach schön, auf digitale und unkonventionelle Weise mit ihnen verbunden zu sein. (Ein bisschen Rosamunde Pilcher zum Schluss…)


 

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