Gedanken

Hallo Zeit, du tickst zu schnell!

Hallo Zeit! Du tickst einfach zu schnell und ich kann die letzten 9 Jahre noch immer nicht fassen und begreifen. So groß ist mein Kleiner geworden, dass er mir auf den Kopf spucken könnte.

Heute vor 9 Jahren war ich ziemlich schwanger und konnte die Zeit gar nicht abwarten bis ich ihn endlich in die Arme schloss. Tja, Zeit…

Und seitdem ist die Zeit nur so verflogen und schaust du zurück, denkst du: `So lange lange kann das doch alles nicht her sein.`

9 Jahre, in denen viel passiert ist: Die Anfangszeit mit einem Kind war alles andere als leicht. Die Umstellung der Verantwortung und das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse hat er mich gelehrt – vor allem das frühe Aufstehen.

Seit 9 Jahren bin ich also Mutter und zu dem Zeitpunkt in diesem dörflichen Stadtteil in Hamburg war ich mit 25 eine sehr junge Mutter. Ob im Schwangerschaftsyoga oder Geburtsvorbereitung – alle Frauen waren deutlich älter, der Trend lag bei Ü30.

Mein Fundament war damals bereits gelegt, obwohl ich rückblickend auch gern erst über 30 das erste Mal Mutter geworden wäre. Es liegt an meiner inneren Unruhe, die mich vielleicht im Alter hätte ruhiger werden lassen können.

Aber ich war verheiratet, war fest im Job und nun konnte das erste Kind kommen! Aufregende Jahre begleiteten uns – auf die ich schmunzelnd zurückblicke und nicht glauben kann, dass sie so lange her sind.

Und schaue ich in den Spiegel, so sehe ich, welch reife Frau aus mir geworden ist. (Reif, alt würde ich mich mit 34 noch nicht betiteln – schließlich fangen erst andere jetzt an, ihr Familienfundament zu legen). Schaue ich mir Bilder an, denke `was war ich damals jung`. Gehe ich mit meinem großen Sohn durch den Stadtpark, sagt er mir so oft: „Mama, du bist noch so jung, vielleicht denken die anderen auch, du wärst meine Schwester…?“ Nun ja, so weit ist es nun nicht, aber schön, dass er in seinen kindlichen Gedanken seiner Kreativität keine Grenzen setzt und einen anderen Blick auf die Dinge hat.

Er hat mir gezeigt, was es bedeutet eine Mutter zu sein – Eine Frau, die ebenfalls immer wieder viel lernen muss und immer noch viele Fehler macht, die ich ihm aber auch gegenüber offen eingestehe. Vielleicht ist auch genau das, das Geheimnis unserer besonderen Mutter-Sohn-Beziehung. Autoritär bin ich nicht, klare Prinzipien natürlich, aber auch oft kompromissbereit, sodass er sich frei entfalten kann und sieht, dass auch Erwachsene nicht alles richtig machen.

Ein Tag vor seinem Geburtstag werde ich immer sentimental, insbesondere abends, wenn ich die Schmuckkiste hervorziehe, um die Küche und das Wohnzimmer dekorativ mit Ballons, Girlanden und Luftschlangen auszustatten. Jedes Jahr zelebriere ich diesen Abend ausgiebig und verwandele die Zimmer in ein buntes Kinderparadies. Bereits an seinem ersten Geburtstag war es ein großes Babyrauchzen über die vielen bunten Ballons und somit wurde es für mich Tradition ihn jedes Jahr auf´s Neue zu überraschen. So auch heute Abend wieder.

Ja, liebe Zeit, beschere mir weiterhin so viele schöne Momente, aber bitte tick einfach nicht  zu schnell…IMG_20121130_210710

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