Gedanken

Kindergesichter im Internet?

Im Internet einen kleinen Einblick in den Alltag geben, zeigen wie „normal“ wir leben, steht hoch im Kurs des Second Screens.

Dabei werden oft die eigenen Kinder als Contentpower in den Fokus gestellt.

Oft beobachte ich dies mit Skepsis und frage mich, ob Kinderbilder zur Like-Strategie beitragen sollen. (Auch ich habe anfangs gemeint, meine Kinder frontal zu zeigen, bis mein großer Sohn vehement sagte „Ich will nicht ins Internet, MAMA!“ Damals war er 7.)

Kann der Alltag auch aus Kindern bestehen, die nicht frontal in die Kamera lächeln? Warum werden kleine Kinder abgelichtet und der Öffentlichkeit präsentiert?

Nicht nur weil es ein Meer an Pädophilen geben könnte, sondern aus dem ganz einfachen Grund: Privatsphäre.

Ist es nicht ihre Privatsphäre, die wir als Eltern sorgsam schützen sollten? Tun wir es  offline nicht täglich und kämpfen um jede Gerechtigkeit, insbesondere auf Spielplätzen und Elternabenden?

Können wir nicht auch einen Alltag im Internet darstellen, ohne ihre hübschen Kindergesichter zu posten?

Es ist doch nur eine Frage der Inszenierung, den vermeintlich perfekten Alltag noch attraktiver darzustellen.

 

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