Zählt Ethik nicht mehr?

Ein Mann, ein Wort. Ein Handschlag, ein Versprechen. Das Synonym für den hanseatischen Kaufmann. Mündliche Zusagen, auf die wir uns verlassen. Oder sind wir dann verlassen? Was zählen heutzutage Worte? Unzuverlässige Silben, die das Gehör des anderen nur erreichen, wenn sie es wollen?

Festlegen, schriftlich – das klingt zu verbindlich.

Rechtskräftig im schlimmsten Fall. Pauschalisierungen der Retter des schriftlichen Wortes – ganz nach dem infantilen Pippi-Langstrumpf-Motto „Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt?“

Es ist die Zeit der Unzuverlässigen. Der Nichts-Kann-Nichts-Muss Gesellschaft. Und es ist nicht die 20-something- generation. Es wäre zu einfach, den Jungen, Wilden diese ungezogene Tugend vorzuwerfen. Es ist generationsübergreifend.

Verbindlichkeiten. Woran machen wir sie nun fest, wenn das gesprochene Wort versagt? Wo bleibt bei all den leeren Versprechungen die Moral?

Quo Vadis, turba?

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