Gedanken

Voyeurismus – ein wenig genervt

Ich mag die Bilder-App Instagram, finde sie spannend und inspirierend.

Im Marketing-Jagong wird sie als Social Media bezeichnet.

Aber wie sozial ist diese kleine App mit großer Wirkung eigentlich?

Es gibt wenig Scheu vor unangebrachten Kommentaren, die sich einfach und anonym versenden lassen.

Gekränkte Kommentare wie „leben und leben lassen“ sind einfach zu verbreiten. Aber wie kann man „leben und leben lassen“, wenn man sich im öffentlichen Status befindet? Wo jeder das Leben des anderen einsehen kann und Meinungen öffentlich gekennzeichnet werden? Schwierig.

Neid und Missgunst scheinen ebenfalls schnell und einfach verbreitet zu sein. Es wird geliket, gelästert oder es wird geglotzt – so wie halt im „reallife„. Obwohl ich das Letztere als das Unangenehmste empfinde, seit es Insta-Stories gibt.

Natürlich obliegt es einem selbst, was gepostet wird und was nicht.

Und dennoch dieser Voyeurismus. Dabei ist es doch eine soziale App mit gefolgter, freundlicher Interaktion. Wohl zu wissen, was die Ein-Prozent-Regel* besagt und dennoch ist es ziemlich schade, dass es so ist.

Noch unverständlicher ist die Follow-Unfollow-Strategie, zumal Strategie hier fraglich ist.

Gern werden Bots eingesetzt, die das mühselige Folgen und Entfolgen für einen erledigen. (Ob Instagram wirklich den Bots den Kampf angesagt hat – ungewiss).

Folgen, um zu entfolgen… Dabei stellt sich auch hier wieder die Frage nach dem social.

Bleibt wohl ein Rätsel, warum es so ist und hoffentlich sind es nicht auch im „reallife“ diese Personen, die von hoher Unzuverlässigkeit zeugen.

*Genauere Erläuterung der 1 Prozentregel: 1 Prozent Regel

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Eher freches Früchtchen….

5 Kommentare zu „Voyeurismus – ein wenig genervt

  1. Liebe

    ich glaube, man muss sich das Soziale bei Instagram selber schaffen. Follow-Unfollow-Spielchen ignorieren, Stories auch (ich jedenfalls komme damit nicht klar ;)) und vor allem: Selbst ehrlich sein. So habe ich über die App tatsächlich zwei, drei sehr tolle Menschen kennengelernt – und sogar fotografische Unterstützung für einen Doku-Film bekommen, bei dem mir Eindrücke aus Damaskus fehlten. Insta kann also durchaus sozial sein – wenn man gewillt ist, das Unsoziale einfach auszublenden 🙂

    Liebe Grüße,
    Myriam

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