Gedanken

Ich habe diesmal keinen Titel. Der Titel ist das Leben.

Sonntage… Sie dienen der Entspannung, der Familienzeit und auch der Ich-Zeit. Letzteres meine ich, Zeit für sich zu haben, in sich hineinzuhorchen und das zu tun, was einem guttut – neben der Familie – an einem Sonntag…

Instagram – ein Medium, das ich mag und gleichzeitig verfluche – letzteres (wird wohl mein Blogwort für heute werden), weil es immer mehr an einen schlechten (an dieser Stelle muss/werde ich mich noch einmal genauer artikulieren) Werbetempel erinnert  als an ein soziales Medium, das auf menschliche und freundschaftliche Komponente beruht.

Aber darüber möchte ich mich heute nicht beklagen, sondern auf den Kern zurückkommen, der wirklich schön ist: Menschen kennenlernen, die einem guttun und da habe ich viele liebe Menschen in den letzten Monaten erleben dürfen. Und heute eine Stimme, der ich schon lange folge, die mich inspiriert und dir mir Mut macht.  Nur eben am Telefon  – 850 km weit weg und doch auf einmal so nah. Und dabei bin ich ja so gar nicht der Telefonist: https://gedankenkessel.com/2017/08/29/ruf-doch-mal-wieder-an/

Mutige Menschen, wir brauchen sie, wir brauchen reale, aufregende Lebensgeschichten, die am Ende ein Happy End haben, nicht ganz so schnulzig wie bei Rosamunde Pilcher, aber doch ein bisschen, zumindest das Ende muss so schön sein.

Ich habe in meiner Woche gleich drei solch schöne, aufregende Geschichten von tollen Frauen gehört: Am Dienstag saß ich bei 37 Grad in Eppendorf mit einer lieben Bekannten, die sich auf den Weg zur Selbständigkeit gemacht hat. Ich sage euch: Mitten in einem pulsierenden Stadtteil in einem tollen Restaurant draußen bei heißen Temperaturen zu sitzen und den Worten einer mutigen Frau zu lauschen, ist berauschend!

Eppendorf Andrea Hennig

Zwei Tage später unterhalte ich mich virtuell mit einer tollen Frau, die ich persönlich kenne, die mir von ihrem aufregenden Tag erzählte. Eine Geschichte, die mir Gänsehaut bereitet und die einem wieder Mut für ein Happy End macht. Und dann ist das Schicksal stärker als der Zufall.

So muss es auch sein, dass mich mein Weg zu Heike brachte. Nicht nur auf Instagram, sondern auch ans Telefon. Es war ein Telefonat, das mir unter die Haut ging, ein Telefonat über das ich stark nachdenke und das mir Mut macht. Inspiriert wurde ich von ihrer großartigen Blogreihe Mut.

Inwieweit ich mich auf diese Reise begebe, weiß ich noch zu dem heutigen Zeitpunkt nicht. Aber ich merke, dass ich bereits auf einer Reise bin. Eine Bootsfahrt, die so langsam Fahrt aufnimmt und ich noch nicht weiß, in welche Richtung.

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Eins weiß ich, es fühlt sich gut an und ich bin mir sehr sicher, dass es der richtige Weg sein wird. Wie sagte Heike so schön „Ich wusste damals, dass ich mir Vertrauen kann.“ Ein Satz, der so groß klingt und der so wichtig und richtig ist. Nur können wir uns vertrauen? Was ist, wenn das Vertrauen kaputt ist?

Das  merken wir, indem der Körper zu streiken anfängt und dann heißt es, in sich hineinzuhorchen. Ganz langsam – auch wenn wir ein Mensch voller Dynamik sind.

Es ist ein langer Prozess, der zu reifen beginnt. Langsam bedeutet nun, die Schritte, zu verlangsamen, aber nicht aufzugeben. Daher bin ich wohl dennoch immer unterwegs, um nicht stehenzubleiben. Hauptsache raus, sehen, hören, fliegen und so mich inspirieren lassen – sei es im Blumenfeld oder in der Achterbahn. Letzteres bringt dein Gehirn so richtig in Wallung

Mein Wochenende war demnach:

Samstagmorgen 9.45 Uhr Heide Park. Punkt 10 Uhr wurde das Magische Tor geöffnet. Was für eine Symbolik, für den derzeitigen Moment (wer zwischen den Zeilen nun lesen kann, der liest ziemlich richtig und ja, sprecht mich darauf an. Ich bin mir dessen bewusst.) Ich sprang also mit meinem 10jährigen in jede so wilde Achterbahn und empfand sie als recht langweilig – das einzige, was es mir brachte – ein latentes Brechgefühl und ein matschiges Gehirn. Aber es war spaßig bis zum Schluss als unser Auto um 21 Uhr nicht anspringen wollten. Wir haben eine Smart Key-Funktion – eine alleinige ohne andere Möglichkeit. Bedeutet: Wenn die Batterien deiner Autoschlüssel leer sind, dann hast du viel Pech… Das bedeutet, du kommst nur mit Auslösen der Alarmanlage in dein Auto, kannst es aber nicht starten. Und wie schön, wenn der ADAC aufgrund der Witterungsverhältnisse ein hohes Auftragsvolumen hat. Dann wirst du als Ehepaar so richtig kreativ. Meistens in einem kleinen Wortgefecht, das die Frau gewinnt…

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Mein Sonntag:

Nach dem wunderbaren Telefonat mit der lieben Heike war ich beflügelt, bin es bei den Zeilen, die ich schreibe, immer noch. Nach dem erfolgreichen Sieg unseres 2. Ligisten HSV (zum Glück  – wie langweilig wäre 1. Ligist), sind wir in den idyllischen Gasthof Quellenhof nach Bergstedt gefahren und anschließend wieder aufs Blumenfeld zum Blumenpflücken. Hier habe ich meine illustrierte Püppi in Szene gesetzt. Wie wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, aber wo, war mir beim Zeichnen bereits klar.

Illustration by Andrea Hennig

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